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Ein Leben in Kurzfassung – der Lebenslauf

Er ist unverzichtbar in jeder Bewerbung und liefert zusammengefasst alle wichtigen Informationen, die ein Personaler über einen Bewerber braucht – der Lebenslauf. Neben dem ausführlichen Lebenslauf, der den eigenen Werdegang in ganzen Sätzen nacherzählt, ist heutzutage vor allem die tabellarische Form üblich. Ausführliche Lebensläufe sind aufgrund ihrer Länge schnell unübersichtlich und es kostet den Leser viel Konzentration und Zeit, die gewünschten Informationen zu finden. Daher sollte diese Form des Lebenslaufes nur gewählt werden, wenn eine Stellenausschreibung explizit danach verlangt.

Daten und Fakten – Was gehört in den Lebenslauf?

Ein Lebenslauf soll vor allem eines: inhaltlich lückenlos den beruflichen Werdegang des Bewerbers aufzeigen und relevante persönliche Fähigkeiten oder Eigenschaften nennen. Er muss folgendes enthalten:

  • Persönliche Angaben: Name, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtsdatum und -ort
  • Ausbildung und berufliche Erfahrung: Schule, Studium, Ausbildung, Weiterbildung, Praktika, Nebentätigkeiten, Anstellungen
  • Zusätzliche Kenntnisse: Sprachen, Computerprogramme, je nach Stelle Führerschein, Hobbies, ehrenamtliches Engagement, Veröffentlichungen

Die einzelnen Themenblöcke werden jeweils in die genannten Punkte unterteilt und die enthaltenen Informationen in jedem Punkt antichronologisch aufgeführt, das heißt beginnend mit der letzten Tätigkeit. So erhält der Leser die für ihn relevanten Informationen zuerst. Je älter praktische Erfahrung ist, desto weniger Einfluss wird sie auf die Entscheidung eines Personalers haben. Es ist daher mit voranschreitender Ausbildung ratsam, unwichtige Angaben wie Grundschule oder Schülerpraktika komplett aus dem Lebenslauf zu streichen. Generell sollte ein Lebenslauf nur relevante Informationen enthalten und in der Regel nicht länger als zwei oder drei Seiten sein. Hobbies, Ehrenämter und ähnliche Fakten sollten nur aufgeführt werden, wenn diese Informationen die Befähigung des Bewerbers für die ausgeschriebene Stelle unterstreichen. Bei den beruflichen Stationen sollten immer Arbeitgeber, Position, Ort, Art der Tätigkeit und Anfangs- und Enddatum aufgeführt werden. Bei Schul- oder Studienabschlüssen gehört die Angabe der Noten dazu. Ein Lebenslauf schließt mit Ort und Datum und wird eigenhändig unterschrieben.

Zwickmühlen – Worüber man stolpern kann

Gewisse Angaben sind im Lebenslauf zwar nicht obligatorisch, können aber bei einem Bewerbungsgespräch nachgefragt werden. Dazu zählen zum Beispiel Auskünfte über Staatsangehörigkeit, Konfession und Familienverhältnisse. Auch wenn man glaubt, mit den eigenen Angaben einen Nachteil im Vergleich zu anderen Bewerbern zu haben, sollte man ehrlich sein und von vorneherein nichts verschweigen. Spekulationen auf der anderen Seite oder die Notwendigkeit, die Informationen erst beim Bewerbungsgespräch einzuholen, machen in der Regel eher einen negativen Eindruck. Ehrlichkeit ist auch die beste Devise, wenn man Lücken in der beruflichen Laufbahn hat, die im Lebenslauf offensichtlich werden. Natürlich muss man keine Gründe für die Beendigung einer Beschäftigung angeben. Zeitliche Abstände zwischen Beschäftigungsverhältnissen lassen sich durch Angaben zur eigenständigen Weiterbildung füllen.

Hübsch verpackt

Zu guter Letzt noch ein Rat zu optischen Gestaltung: hier ist weniger mehr. Bitte weder viele unterschiedliche Schriftarten noch Hervorhebungen verwenden. In der Regel sollten maximal zwei Schriftarten verwendet werden. Überschriften und Seitentitel können auch durch eine größere Schrift hervorgehoben werden. Bei Kursiv- und Fettschrift, Markierungen und Unterstreichungen sollte man sich auf zwei Arten beschränken und niemals mehr als eine auf ein Wort anwenden. Sonst wirkt der Lebenslauf schnell durcheinander. Ein gutes Foto kann auf der ersten Seite des Lebenslaufes direkt einen positiven Eindruck machen, ist aber nicht zwingend erforderlich, da es auch im Anschreiben eingefügt werden kann.