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Sich selbst gut verkaufen – das Vorstellungsgespräch

Da hat man Schule, Ausbildung und/oder Studium erfolgreich hinter sich gebracht und atmet erleichtert auf, schon steht die nächste, noch entscheidendere Prüfungssituation an: das Vorstellungsgespräch. Hier gilt es, in wenigen Minuten einen bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen, sympathisch und intelligent zu wirken und noch dazu das Gegenüber von seiner fachlichen Kompetenz zu überzeugen.

Der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch

Ob man einer Person gegenüber Sympathie und Vertrauen empfindet, entscheidet sich in den meisten Fällen direkt mit der ersten Begegnung und den ersten gewechselten Worten. Es ist daher wichtig, einem Personaler entspannt gegenüberzutreten, wenn man Kompetenz ausstrahlen will. Gelingt einem das nicht, sollte man ehrlich zu seiner Nervosität stehen und diese beim Vorstellungsgespräch zugeben. In der Regel wird man damit auf Verständnis treffen.
Die Kleidungsfrage ist ebenfalls nicht zu unterschätzen, da das richtige Outfit ein wichtiger Faktor ist, der zum ersten Eindruck entscheidend beiträgt. Man sollte gepflegte, nicht zu ausgefallene Kleidung wählen, die – und das ist entscheidend – zur Branche passt, in der man sich bewirbt. Ein Kostüm bzw. ein Anzug kann also die richtige Wahl sein, wenn man sich bei einer Versicherung oder einer Bank bewirbt, in der Kreativbranche, z. B. bei einem jungen Internet Startup, würde man damit jedoch einen (vielleicht zu) steifen Eindruck machen.

Richtig reden will gelernt sein

Ein Vorstellungsgespräch ist keine Einzeloffensive, auch wenn mancher Bewerber das fürchtet. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein ‚Gespräch’, das heißt es sind (mindestens) zwei Personen daran beteiligt. Oft neigen Bewerber dazu, aus Nervosität übermotiviert den Gesprächspartner geradezu ‚zuzutexten’. Das sollte möglichst vermieden werden. Fragen des Personalers sollten aufmerksam aufgenommen und so kurz wie möglich beantwortet werden, ohne dabei jedoch in unhöfliche Einsilbigkeit abzudriften. Man sollte bei einem Bewerbungsgespräch sein Gegenüber genau im Blick behalten und auf Körpersignale, die Langeweile signalisieren (abschweifender Blick, häufiges Verändern der Sitzposition, seltener werdende Augenaufschläge), möglichst schnell durch eine Belebung des Gesprächs oder eine Gegenfrage reagieren. Auch die Körpersprache des Bewerbers ist ein wichtiges Signal, wenn es um die Vermittlung einer positiven Persönlichkeit geht. 2010 hat eine Umfrage ergeben, dass folgende Fehler bei Personalern keinen guten Eindruck hinterlassen:

  • kein Lächeln
  • schwacher Händedruck
  • ausweichender Blick
  • verschränkte oder zu entspannte Körperhaltung
  • Herumzappeln bzw. nervöse Handbewegungen
  • mit den Haaren spielen

Gut im Abgang

Zum Abschluss eines Vorstellungsgespräches ist es üblich, dem Bewerber die Möglichkeit zu geben, eigene Fragen zu stellen. Dies sollte man auf jeden Fall nutzen, um das Interesse am potentiellen neuen Arbeitgeber zu unterstreichen. Warum ist die ausgeschriebene Stelle frei? Was sehen die Personaler als wichtigste Kompetenz des neuen Mitarbeiters an? So erfährt man auch gleich, ob man wirklich der/die Richtige für die Position ist.
Eine förmliche Verabschiedung mit einem erneut selbstbewussten Händedruck und ein aufrechtes Verlassen des Raumes und des Gebäudes bestärken den guten Eindruck, den ein Bewerber hinterlassen hat. Die letzten Worte meinen daher beide Parteien (hoffentlich) ernst: „Auf Wiedersehen.“